Werbung – Rezension Feinde von Susanne Saygin

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  • Broschiert: 352 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (10. September 2018)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453438892
  • ISBN-13: 978-3453438897
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Klappentext:
Für den türkischstämmigen Polizisten Can und das Ermittlungs-Team um seine Vorgesetzte Simone fängt alles mit einem Doppelmord im Roma-Milieu in einer deutschen Großstadt an. Doch dieses Verbrechen zieht schnell weite Kreise: Korruption, Menschenhandel und das Schicksal derjenigen, die von der Gesellschaft nichts mehr zu erwarten haben, sind der Schmelztiegel, in dem sich dieser fesselnde, emotionale und realistische Roman um das Leben und Überleben in unserer heutigen Zeit entfaltet. Der Polizist Can tut alles, um die Wahrheit zu finden und gleichzeitig seine Menschlichkeit nicht zu vergessen. Sein Kampf gegen die eigene Fehlbarkeit ist zugleich eine kraftvolle Suche nach Erlösung und Liebe.

Die Autorin:
Susanne Saygon, geboren 1967 im Rheinland, studierte Geschichte in Köln und Cambridge. Sie hat deutsch-türkische Wurzel und lebte knapp zwanzig Jahre in Köln. Es handelt sich um ihren Debütroman, für den sie fünf Jahre recherchiert und ihre eigenen Wurzeln hat einfließen lassen, was deutlich merkbar ist.

Buchcover:
Das Cover erscheint ein wenig düster und bedrückend, hat mit dem Inhalt des Buches nur bedingt was zu tun und noch Luft nach oben.

Handlung:
Die Handlung hat einen roten Faden, eingeteilt in Kapitel mit der genau richtigen Länge. Sie entwickelt sich langsam und kommt immer mehr in Fahrt. Bereits am Anfang wird eine Spannung erzeugt, die bis zum Ende des Romans stetig gesteigert wird. Für einen Debütroman schon recht gelungen.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist manchmal ein wenig einfach gehalten, lässt sich aber angenehm flüssig lesen. Bereits nach wenigen Seiten hat mich der Roman nicht mehr los gelassen und es fiel mir schwer ihn aus der Hand zu legen, was mehr an der tollen Handlung liegt. Es kommt zu einigen ungewöhnlichen Redewendungen, die sich dann mehrfach wiederholen und dadurch nicht besser werden.

Protagonisten:
Der Protagonist steht natürlich im Mittelpunkt, jedoch wird er sehr ausführlich dargestellt, wodurch auffällt, dass gerade die weiteren Protagonisten ein wenig zu kurz kommen und vieles offen lässt. So wirkt das Ganze am Ende nicht allzu ausgewogen.

Fazit:
Die Autorin versucht bei ihrem Debütroman einen Krimi mit einer Botschaft zu verknüpfen. Dazu werden mehrere Geschehnisse aus der Vergangenheit mit der aktuellen Handlung verknüpft. Dieses schafft sie so geschickt, dass keine Fragen aufkommen, sondern alles nachvollziehbar ist. Wenn die kleinen Schwächen bei Schreibstil und den Protagonisten nicht wären, hätte ich sogar fünf Sterne gegeben, denn die Darstellung von Köln und vor allem dem deutsch-türkischen Kommissar sind mehr als gelungen. Die fünfjährige Recherche wird hier deutlich sichtbar.

 

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